"Kann man Basler Wasser trinken?" fragt mich Urs auf der Toilette, während er sich einen Becher abfüllt. "Meistens." antworte ich lakonisch und will los. Der Durcheinandergesellschafter jedoch scheint heute ein wenig unsicher und klettet an mir. Er will mehr und mehr von mir über Wasser wissen, scheinbar ohne meine Antworten zu begreifen. Denn am Ende treibt er mir im raustreten doch noch seine gesammelten Weisheiten zwischen die Rippen.
Von der Bühne herab präsentiert wurden dann biographisch aufgeschnieckte Wirklichkeiten, die sich hinter kantischem Dogmatismus verstecken (Pleonasmus) und mit Oxymora spielen (z.B. unterlaufbare Gesetzmäßigkeiten). Ja, Danke Urs für die Ausbildung von Dutschke und Honneth, für Deine Vietnamberichterstattung und Gedanken über Macht und Herrschaft, wenn man dann Deine eigene Geschichte mit einbezieht und die große Geschichtserzählung kommt man mit Dir zu den gleichen Ergebnis: FRAGEN!
Wieso wollen die Talare von heute marodierende Studenten? Könnte es vielleicht sein, dass der Sinn einer solchen Bildungsvorstellung genau jene Dystopie ist, die wir gegenwärtig erleben? Bezeichnet das Postulat des Plenums, von einer Progression der Wahrheit, nicht eine Grenze, inmitten von fragmentierten Identitäten und interkulturell Disziplinierten? Oder spielen vielleicht die dermaßen Disziplinierten eine Muppet Show mit den neuen Kleidern des Herrschers?
Sonst keine Fragen. Amen. Antworten gibts natürlich nicht. Aber einen Link für die Stimmung in der dieses geschrieben wurde. Sucht auf der Seite nach dem Video von "Deiche".
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Mai 06, 2008
September 19, 2007
Vernisage mit Wurm drin

DA IST DER WURM DRIN
Das "Raumlichtbild" von Daniel Koscak wurde am Abend der Vernissage unter den Augen von grotesk begeisterten Vernisagebesuchern durch den Gebrauchsgegenstand "Apfel mit Wurm" ergänzt und erweitert. Das Kunstkabinett Post in Freiburg bürgte natürlich dafür. Darüber hinaus auch ohne den Einsatz von Securitys dafür, das ein Raum, der sich für einen Moment lang über sich erhoben hatte in eine andere Dimension, die mehr ist als Raum, schnellstmöglich wieder aufgehoben wurde.
ALLSEITIG VERÄRGERUNG BEI DEN ZEUGEN
"Nur muss ich hier wiedermal Popper Recht geben," schreibt einer der Augenzeugen, "der implizit das Fehlen der Diversilokifikation (welche in die Kritikfähigkeit münden würde) bei der Betrachtung jeglicher Dinge bemängelt und die ist leider in solch einem totalitären System an der Tagesordnung, was man schön an den Beispiel erkennen kann, dass ein *nicht-autorisiertes* Bild mit einer Tischdecke und einem Vorhang keine Existenzberechtigung neben einem *autorisierten* Bild mit Schnüren hat. Es geht sogar soweit, dass dieses Anti-Kunstwerk, auf welchem der Aufkleber fehlt "Das ist Kunst", der aber unsichtbar ist und nur von *Kunstexperten* gesehen werden kann (so wie "Des Kaisers neue Kleider"), klammheimlich, wie eine unpassende Leiche, in den Untiefen eines stinkenden Mülleimers verschwindet."
AUCH FOUCAULT NIMMT DAZU STELLUNG...
Während nämlich Koscaks Einrichtung sich in eine Richtung bewegt, d.h. von allen anderen Richtungen wegschaut und ihnen keine Richtung zutraut, war der "Apfel mit Wurm" eine Möglichkeit, die gesetzten Grenzen dieser Richtung zu übersteigen. Denn insofern kritische Kunst gar keine Kunst ist und der anonyme Verfertiger von "Apfel mit Wurm" gar kein Künstler, gewinnt der Ausstellungsraum in der Galerie Post eine Einzigartigkeit, die weit über das hinaus geht was er beinhaltet.
...UND WIEDER JUARROZ MIT DEM LETZTEN WORT
Eine solche Einzigartigkeit eines Raumes, die mehr ist als Raum, wurde entkleidet. Indes sie ihre freche Respektlosigkeit gegenüber der Unwirtlichkeit offen zugibt. Eine schlechte Qualität des Äshetikdiskurses zu zugeben ist eine Sache. Aber dabei von Ehre, Achtung, Würde und anderer moralischer Vokabel keine Ahnung vor zu täuschen, weil eben nur eine, auf billiger Seinsmetaphysik beruhende Freiheit exklusiv zugelassen ist. In diesem homogenen Zwang wurde für einen Moment lang das Unendliche im endlichen Sein als ein unmögliches Spiel ausgeführt, weil nichts einen Raum hat.
(Vgl. Juarroz, R. (1997): Poesie und Wirklichkeit. Tropen Verlag. S.7 und 47; Foucault, M. (1990): Was ist Aufklärung, in: Erdmann, E., Forst, R., Honneth, A. (Hrsg.): Ethos der Moderne. S.48)
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Wurm drin
Juli 30, 2006
Korrekturen außer der Reihe
Wer auch immer der Eigner der Rechte dieses Bildes ist (vermutlich der Klaus-Jürgen und die Sabine) sollte wohl genauso wie ich damit einverstanden zu sein, in diesem Blog veröffentlicht zu werden.

Ich meine sie sind es (bei widerlautenden Gerüchten mich bitte sofort verständigen) denn sie geben mir Mut, Kraft und Biss, bei den Seiten die ich in letzter Zeit korrektur lese.

Ich meine sie sind es (bei widerlautenden Gerüchten mich bitte sofort verständigen) denn sie geben mir Mut, Kraft und Biss, bei den Seiten die ich in letzter Zeit korrektur lese.
Juni 22, 2006
Horkheimern Jaquard und Ortega über meinen Dreisamstrurz
Kein Wunder, dass der Mensch nachdem er sich beim Sturz in den Fluss den Arm Bricht, Ortegas Weisung verpflichtet fühlt.
"Der Mensch kann von Zeit zu Zeit seine unmittelbare Umgebung unbeachtet lassen und sich aus ihr lösen, er kann in der Ausübung seiner Fähigkeit, nachzudenken, der Welt in einer radikalen -zoologische unverständlichen - Wendung den Rücken kehren und sich in sich selbstversenken, auf sein eigenes Inneres achten, oder, was dea gleiche ist, sich mit sich selbst und nicht mit dem a n d e r e n, den Dingen, beschäftigen."(1)
Aber auch Nicolas Jaquard hat zu diesem Thema etwas zu sagen. Er meint nämlich die Dialektik sei nicht beliebig anwendbar. Es gelte die richtige Sitaution abzupassen, d.h. Dialektik in Sitautionen anzuwenden, die durch sie besser würden und nicht willkürlich und beliebig die Dialektik zu betreiben. Das sich dieses Programm der reglementierten Dialektik nicht mit seinem latenten Nihilismus vertägt und sich daraus eine Dialektik ergibt, kümmert ihn wenig. Wichtiger scheint ihm die Wert, Ideen und Interessengestütze Exegese von Adornos Theorien.
Wichtiger Vertreter dieser Debatte ist Adorno selbst. Von seinem Diktum ausgehend: Es gibt kein Wahres im Falschen" trifft er auf die Chirurgie. In künstlichen Schlaf versetzt wird dort ein Mensch am Arm orperiert, ohne dass der Schmerz der Operation unfühlbar gemacht würde. Die foleg ist die klassiche Dialektik: Ein Schmerz der keiner ist, weil das wahrnehmende Bewusstsein schläft, oder kürzer: der Schmerz des Nicht-Schmerzes. Zum Glück hat die Anästhesie Einblick bekommenu und blokiert erfolgreich die Weiterleitung von Schmerz auch im schlafenden Körper, so dass der Schmerz sich wieder mit dem echten, wahren Schmerz verständig.(2)
Letztlich bleibt mein Dreisamsturz latent von der Negation begeleitet, die von linken, hedonistischen und individualisierende Parolen ausgeht (3). Diese finden aber die ihnen entsprechende Nagation aufgrund ihere Körperfeindlichkeit, die ihrerseits die auf die Inversion gesellschaftlich vorgegebener Körperfeinlichkeit ist, in einem liebenden, freundschaftlichen, billigenden und verständnisvollen Körperbewusstein. Man braucht sich nur mal die Röntgen,- CT- oder MRT- Aufnahmen ansehen um zu verstehen: nur in Verzahnung von Körper und Geist lässt sich die volle Effiziens, größte Rationalität und Perfektibiliserung der Produktion weiter voranztreiben.(4)
Die Diskreditierung des Pathos jedenfalls führt zu selbstdestruktiven Tendenzen, wie sie Manns Zauberberg zutrefender nicht illustrieren kann. Beispiele gelungener Körper-Geist Kooperation hingegen gibt es viele. Man sehe sich jedenfalls mal die in der Überschrift gelinkte Veranstaltung: "Debates for Ganden" an.
----------------------------------------
1: Ortega y Gasset: Insichselbst-versenkung und Selbstentfremdung (Ensimismamiento y alteración) In: Vom MEnschen als utopischem Wesen. Zürich 2005.
2: Irgendwo am Ende der Dialektik der Aufklärung von Horkheimer und Adorno gibt's diesen Text über Medizin und Schmerz
3:....The world won't stop without you.... ....Ich will ich sein, anders will ich nicht sein... ist mir doch egal ob nunhier oder dort, wir wollen nur Spass, egal an welchem Ort. UNd kommt einer blöde: "Was wollt ihr denn hier?" Jubel Trubel Heiterkeit, dass wollen wir!...
4: Mehr als Ludwig Klages kosmogonischer Eros und Epikurs Philosophie der Freude ist mir dazu aber auch noch nicht eingefallen.
"Der Mensch kann von Zeit zu Zeit seine unmittelbare Umgebung unbeachtet lassen und sich aus ihr lösen, er kann in der Ausübung seiner Fähigkeit, nachzudenken, der Welt in einer radikalen -zoologische unverständlichen - Wendung den Rücken kehren und sich in sich selbstversenken, auf sein eigenes Inneres achten, oder, was dea gleiche ist, sich mit sich selbst und nicht mit dem a n d e r e n, den Dingen, beschäftigen."(1)
Aber auch Nicolas Jaquard hat zu diesem Thema etwas zu sagen. Er meint nämlich die Dialektik sei nicht beliebig anwendbar. Es gelte die richtige Sitaution abzupassen, d.h. Dialektik in Sitautionen anzuwenden, die durch sie besser würden und nicht willkürlich und beliebig die Dialektik zu betreiben. Das sich dieses Programm der reglementierten Dialektik nicht mit seinem latenten Nihilismus vertägt und sich daraus eine Dialektik ergibt, kümmert ihn wenig. Wichtiger scheint ihm die Wert, Ideen und Interessengestütze Exegese von Adornos Theorien.
Wichtiger Vertreter dieser Debatte ist Adorno selbst. Von seinem Diktum ausgehend: Es gibt kein Wahres im Falschen" trifft er auf die Chirurgie. In künstlichen Schlaf versetzt wird dort ein Mensch am Arm orperiert, ohne dass der Schmerz der Operation unfühlbar gemacht würde. Die foleg ist die klassiche Dialektik: Ein Schmerz der keiner ist, weil das wahrnehmende Bewusstsein schläft, oder kürzer: der Schmerz des Nicht-Schmerzes. Zum Glück hat die Anästhesie Einblick bekommenu und blokiert erfolgreich die Weiterleitung von Schmerz auch im schlafenden Körper, so dass der Schmerz sich wieder mit dem echten, wahren Schmerz verständig.(2)
Letztlich bleibt mein Dreisamsturz latent von der Negation begeleitet, die von linken, hedonistischen und individualisierende Parolen ausgeht (3). Diese finden aber die ihnen entsprechende Nagation aufgrund ihere Körperfeindlichkeit, die ihrerseits die auf die Inversion gesellschaftlich vorgegebener Körperfeinlichkeit ist, in einem liebenden, freundschaftlichen, billigenden und verständnisvollen Körperbewusstein. Man braucht sich nur mal die Röntgen,- CT- oder MRT- Aufnahmen ansehen um zu verstehen: nur in Verzahnung von Körper und Geist lässt sich die volle Effiziens, größte Rationalität und Perfektibiliserung der Produktion weiter voranztreiben.(4)
Die Diskreditierung des Pathos jedenfalls führt zu selbstdestruktiven Tendenzen, wie sie Manns Zauberberg zutrefender nicht illustrieren kann. Beispiele gelungener Körper-Geist Kooperation hingegen gibt es viele. Man sehe sich jedenfalls mal die in der Überschrift gelinkte Veranstaltung: "Debates for Ganden" an.
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1: Ortega y Gasset: Insichselbst-versenkung und Selbstentfremdung (Ensimismamiento y alteración) In: Vom MEnschen als utopischem Wesen. Zürich 2005.
2: Irgendwo am Ende der Dialektik der Aufklärung von Horkheimer und Adorno gibt's diesen Text über Medizin und Schmerz
3:....The world won't stop without you.... ....Ich will ich sein, anders will ich nicht sein... ist mir doch egal ob nunhier oder dort, wir wollen nur Spass, egal an welchem Ort. UNd kommt einer blöde: "Was wollt ihr denn hier?" Jubel Trubel Heiterkeit, dass wollen wir!...
4: Mehr als Ludwig Klages kosmogonischer Eros und Epikurs Philosophie der Freude ist mir dazu aber auch noch nicht eingefallen.
Mai 08, 2006
To Do List 1
- Arbeit über die Utopie eines Forums fertigstellen (Studienstiftung)
- Adornoseminar vorbereiten
- Arbeit über Gewalt
- Forschungsarbeit fürs Marienheim vorantreiben
- Potentielle Themen der Arbeit über Vertrauen und Werte, Alter, Regionalgeld,
Generationengerechtigkeit, Baugemeinschaften.
- Adornoseminar vorbereiten
- Arbeit über Gewalt
- Forschungsarbeit fürs Marienheim vorantreiben
- Potentielle Themen der Arbeit über Vertrauen und Werte, Alter, Regionalgeld,
Generationengerechtigkeit, Baugemeinschaften.
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